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Tagebucheintrag Julias – Jule

Aufgabe 4:

Versetze dich in die Lage Julias in Akt III, Szene 5. Nach der ersten und einzigen Liebesnacht eröffnen ihre Eltern ihr den Plan, sie verfrüht mit Prinz Paris zu vermählen.

Verfasse einen Tagebucheintrag, den Julia am Abend nach den Geschehnissen niederschreibt.

Liebes Tagebuch,

ich schreibe Dir heute Abend, weil mich ein schreckliches Schicksal getroffen hat. Nachdem ich heute Nacht eine wunderschöne Zeit mit meinem Romeo verbringen durfte, ereilte mich diesen Vormittag ein wirklich schreckliches Ereignis. Noch voller Freude über Romeos und meine erste Liebesnacht, erklärte mir meine Mutter, dass Graf Paris um meine Hand anhält und ich am Donnerstag mit ihm vermählt werden soll. Ich sagte natürlich meine Meinung, nämlich, dass ich nicht an ihm interessiert wäre. Ich erklärte meiner Mutter, Tybalts Tod würde mich so mitnehmen, dass ich noch längst nicht an eine Hochzeit denken könnte. In Wirklichkeit weißt Du ja, warum ich Paris nicht heiraten kann und möchte. Ich habe ja schon meinen Romeo geheiratet.
Als ich meinem Vater auch von meiner Meinung erzählte, rastete er sofort aus und drohte mir, mich zu verstoßen. Ich versuchte ihn natürlich sofort zu beruhigen. Er blieb aber die ganze Zeit so wütend. Als er gegangen war, riet mir meine Amme Graf Paris zu heiraten. Ich kann es einfach nicht verstehen, dass ich von meinen Eltern zu so einer Heirat gezwungen werde. Die Vorstellung allein schon, noch ein zweites Mal zu heiraten. Und dann auch noch einen Mann, den ich keines Wegs gut kenne. Außerdem bin ich doch schon glücklich mit meinem Romeo. In ihm habe ich schon meinen Traummann gefunden. Wie können mich meine Eltern denn zu einer Heirat zwingen? Ich verstehe es einfach nicht. Ich bin ihr einziges Kind und ich weiß auch, dass sie mich verheiratet sehen wollen. Aber sie müssen doch nicht entscheiden, wen ich heirate. Ach, könnte ich ihnen doch nur von Romeo und meiner Liebe erzählen. Wenn Romeo nur nicht Montague heißen würde. Es würde alles so erleichtern. Niemals wäre er von dem Prinzen Escalus verbannt worden. Niemals wäre Tybalt gestorben. Und niemals wäre ich jetzt in so einer verzweifelten Situation. Ich weiß einfach nicht mehr weiter. Wie es wohl wäre, wenn es den Familienstreit nicht geben würde? Das Leben wäre so schön, so einfach.

Deine Julia.

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1 Kommentar

  1. Tim sagt:

    Liebe Jule,
    du hast dir viel Mühe gegeben und meiner Meinung nach ist dir dein Text auch sehr gut gelungen. Du hast gut von Julias gefühlen berichtet.
    Jedoch, fande ich, hat die Formulierung
    „rastete er sofort aus“ nicht so gut in deinen Text gepasst.
    Außerdem hat mir gefallen, dass du ihren Traum, davon dass wenn Romeo kein Montague wäre, alles so leicht wäre mit eingebaut hast
    Liebe Grüße Tim

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