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Innerer Monolog Julias – Luise

Aufgabe 5:

Versetze dich in die Lage Julias in Akt 4, Szene 3. Sie hält gerade den Schlaftrunk in der Hand, als sie Zweifel überkommen. Mutig entschließt sie sich letztlich doch zu seiner Einnahme.

Verfasse einen inneren Monolog Julias.

Ich werde meine Eltern nie wiedersehen. Und Romeo. Und meine Amme. Vielleicht hätte ich mich noch von ihnen verabschieden sollen. Ich frage mich, ob ich je wieder erwachen werde Selbst wenn, darf ich sie nie wieder sehen, sonst würden sie sofort von dem Schwindel und dem Scheintod erfahren. Außerdem würden sich meine Eltern schrecklich aufregen, wenn sie erfahren, dass ich mich hinter ihrem Rücken mit Romeo getraut habe. Aber ich werde auch nie mehr den Grafen Paris wiedersehen. Das wird schön. Dann muss ich mir nie wieder über ihn und die Zwangsheirat machen. Vielleicht hat Lorenzo mir Gift gegeben, weil er mich und den Grafen nicht trauen kann, da er bereits mich und Romeo getraut hat. Vielleicht will er mich auch nur von meinem Leben befreien. Aber bestimmt kann Romeo ohne mich genauso wenig leben wie ich ohne ihn. Das würde Lorenzo ihm doch nicht antun… Oder? Er schien mir immer so nett und freundlich. Außerdem hat Romeo ihm immer vertraut. Also kann ich ihm auch vertrauen. Aber wenn ich diesen Trank wirklich nehme, werde ich in der Gruft wieder aufwachen. Mir läuft es schon kalt über den Rücken, wenn ich nur daran denke, wie gruselig es dort sein wird. Ich werde zwischen den Knochen und halbverwesten Körperteilen meiner Verwandten liegen. Außerdem wird mein Vetter Tybalt da sein. Oh mein Gott, wenn ich nur daran denke ihn tot daliegen zu sehen. Vielleicht hausen dort sogar Geister. Ich bin doch erst 13 Jahre alt. Wieso muss ich jetzt schon so viel durchmachen? Hoffentlich ist mein Romeo schon da wenn ich erwache. Dann werde ich mich an ihn kuscheln und ihn küssen, bevor wir nach Mantua fliehen. Dort sind wir dann sicher und werden ein glückliches Leben ganz ohne Gewalt und Hass führen. Ich freue mich eigentlich schon richtig darauf. Dann sind wir frei und können tun was wir wollen. Ohne an den blöden Familienstreit zu denken. Mich überkommt ein richtiger Schauer der Freude. Ich glaube, es ist die richtige Entscheidung den Schlaftrunk zu nehmen. Doch was passiert, wenn Romeo nicht von dem Plan erfährt. Das wäre das Schrecklichste, was passieren könnte. Daran darf ich einfach nicht denken. Das wird nicht passieren. Wenn ich ganz fest daran glaube, werde ich wieder erwachen und dann wird es in meinem Leben nur noch bergauf gehen. Denn ich werde für immer mit meinem Romeo zusammen sein. Ich nehme jetzt meinen ganzen Mut zusammen. Zuerst entferne ich den Korken. Oh, der Geruch, besser gesagt der Gestank, dringt in meine Nase. Ich kann nicht glauben, dass ich von diesem Zeug nicht sterbe. Doch ich muss es trinken. Das ist viel besser als Graf Paris zu heiraten. Also, jetzt trinke ich es. Alles in einem Zug! …

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