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Innerer Monolog Julias – Friederike

Aufgabe 5:
Versetze dich in die Lage Julias in Akt IV, Szene III. Sie hält gerade den Schlaftrunk Lorenzos in der Hand, als sie Zweifel überkommen. Mutig entschließt sie sich letztlich doch zu seiner Einnahme.
Verfasse einen inneren Monolog Julias.

Nun sind sie weg, für mich für immer. Ich wollte ihnen sagen dass ich sie liebe aber ich konnte nicht weil… weil mich die Trauer übermannt hätte. Sie hätten Fragen gestellt, Fragen die ich nicht beantworten hätte können.
Aber ich muss nun meinen eigenen Weg gehen, mit Romeo. Es war meine Entscheidung ihn zu heiraten und meine Entscheidung Graf Paris nicht zu heiraten. Vielleicht ist mein Vater weniger enttäuscht wenn ich für ihn tot bin, als wenn er mich wegen meines Unwillens verstoßen hätte müssen, vielleicht aber auch nicht.
Ich bin so feige. Bei dem bloßen Gedanken  dass der Schlaftrank nicht wirkt,  läuft es mir kalt den Rücken hinunter. Man wird mich bestimmt zwingen Graf Paris zu heiraten und ich kann nichts dagegen tun, obwohl ich lieber sterben würde als mit ihm… sterben. Also doch ein Ausweg. Gut. So leg ich den Dolch neben mich.
Aber wenn nun genau das Gegenteil der Fall ist, wenn der Schlaftrank kein Schlaftrank, sondern Gift ist. Wenn ich schlafe aber nicht mehr aufwache, sondern schlafe, für immer im Schlaf gefangen und warum? Weil es Lorenzo entehren würde, deshalb. Weil er Romeo und mich zuvor getraut…
Ich dummes Ding! Ich spreche über Lorenzo, wie komme ich da auf solche Gedanken? Er würde niemals wollen, dass mir oder gar ihm etwas zustoßt.
Außerdem bringen all die Grübeleien doch sowieso nichts, denn eine andere Wahl habe ich nicht. Ich muss ihm vertrauen und darauf dass ich wie geplant im Grab erwache… neben dem toten, blutigen Tybalt, der durch Romeos Hand gestorben ist. Und was wird mit mir geschehen wenn er nicht da ist und auch nicht kommt? Dann bin ich gefangen mit all meinen toten Ahnen werde ich dort langsam verrotten. Nein, nein, nein! Raus aus meinen Kopf, ihr düsteren Gedanken. Romeo wird trotz seiner Verbannung kommen, alle werden glauben ich sei tot, sodass wir zusammen  unser Glück, außerhalb dieser mit Hass umgebenen Mauern, finden werden.
Nur für dich, mein geliebter Romeo, trinke ich.

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